Renditeoptimierung des Cashflow-Portfolios

Im Artikel „Umsetzung zur Generierung eines bedingungslosen Grundeinkommens“ habe ich am Ende erwähnt, dass die Cashflow-Rendite meines Portfolios vor Steuern ca. 8 Prozent p.a. beträgt. Ich habe folgende Optionen genannt, um diese zu erhöhen:

  • Reduzierung des Cashbestandteils
  • Anlegen des Cashbestandteils in eine verzinsliche Geldanlage
  • Umschichtung der Dividenden-Aristokraten innerhalb der Anlageklasse in höher verzinsliche Wertpapiere
  • Reduzierung des Dividenden-Aristokraten-Anteils zugunsten von beispielsweise P2P Krediten
  • Bei der Anlage in Dividenden-Aristokraten gezielt auf ein dynamisches Dividendenwachstum achten

Ich werde nun nach und nach jede Möglichkeit durchgehen und die Vor- und Nachteile sowie Möglichkeiten dazu besprechen.

Verzinsung des Cashbestandteils optimieren

Cash wird derzeit zu 0 Prozent verzinst. Ich habe hier bewusst eine Nullrendite angegeben, da es auf einem Tagesgeld momentan keinen nennenswerten Ertrag gibt. Selbst ein Zins von 0,5 Prozent würde den Gesamtertrag nicht nennenswert steigern. Die Reduzierung des Cashbestandteils kommt für mich jedoch auch nicht infrage. Schließlich kommen die Zahlungen ja nicht buchstäblich regelmäßig jeden Monat in derselben Höhe, sondern variieren. Zudem benötigt man einen Puffer, sollten Unternehmen ihre Ausschüttungen doch mal reduzieren oder sogar streichen.

Beim Anlegen des Cashs in eine verzinste – und dennoch liquide – Anlageform fehlen mir irgendwie die Alternativen. Wer hier gute Ideen hat, dann bitte in den Kommentaren posten. Klar, ich kenne auch Bondora Go&Grow, was eine Art P2P Tagesgeld mit bis zu 6,75 Prozent Zinsen darstellt. Allerdings hat beim Cash der Kapitalerhalt oberste Priorität. Und das ist bei Bondora Go&Grow nicht gegeben. US-Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit wären eine Alternative. Aber hier sind die beiden Aspekte Währungsrisiko sowie Transaktionskosten zu berücksichtigen. Für bestimmte Anleger mag dies durchaus eine Alternative darstellen, für mich jedoch nicht.

Konstruktionen aus Derivaten wie Deep-Discount-Zertifikate kommen ebenfalls für mich nicht in Betracht. Eine Lösung wäre die folgende:

Wer noch am Anfang steht und ein Einkommen aus einer Tätigkeit (Angestellt oder Selbstständig) bezieht, hat womöglich bereits ein gewisses Polster geschaffen. In diesem Fall könnte der theoretische Cashbestandteil investiert werden. Naja, eigentlich ist er ja bereits vorhanden, um genau zu sein. Mit anderen Worten, man muss keinen neuen aufbauen. Möglicherweise könnte man ihn aber auch reduzieren, weil ja bereits (noch) ein festes Einkommen vorhanden ist und sollte die Ausschüttung mal schwanken oder reduziert werden, muss das nicht durch den Cashbestandteil aufgefangen werden.

Kreditlinie anstatt Cash – oder am besten beides?!

Eine weitere – generelle – Lösung wäre anstatt das Cash vorzuhalten das Aufbauen einer Kreditlinie in entsprechender Höhe. Ein Beispiel wäre hier der ING Rahmenkredit oder ein Wertpapierkredit, beispielsweise der comdirect. Das kommt natürlich nur dann in Betracht, wenn man den Cashbestand relativ selten antasten muss. Auch an dieser Stelle wieder die Idee, einen Mix aus Cash und Kreditlinie zu erzeugen. So könnte man beispielsweise den Cashbestand auf 5 Prozent runterfahren und die anderen 5 Prozent über eine Kreditlinie abdecken, die dann nur im Notfall angetastet wird.

Der Haken an der Sache hier ist natürlich, dass man im Zweifelsfall den Kredit „bezahlen“ muss. Also anstatt Zinsen zu erhalten, zahlen wir welche. Zudem muss die Bonität gut genug sein, um eine entsprechende Kreditlinie zu erhalten. Sofern die Kreditlinie jedoch nicht angetastet wird, zahlt man auch nix.

Was käme denn nun in Zahlen hierbei rum?

Gehen wir davon aus, dass der Bestandteil an Cash um 5 Prozent reduziert und dabei gleichmäßig den Segmenten P2P Kredite sowie Hochdividendenwerte zugeordnet wird. Das würde auf das Portfolio betrachtet einen erhöhten Cashflow um 0,5 Prozent generieren. Nicht schlecht. Bei einem 100.000 Euro Depot wären das rund 40 Euro mehr im Monat.

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